Hier jetzt auch mein Beitrag.
Es sind ungefähr 470 Wörter und es liest sich irgendwie wie ein Kinderbuch.^^ Ich bin aber sehr zufrieden damit.

Viel Spaß beim Lesen!
Blödes Unwetter
Milo hatte schlechte Laune, als er den alten Schuppen betrat. Es schüttete schon den ganzen Tag und er war ganz nass geworden.
Er stapfte durch die Dunkelheit, vorbei an modrig riechenden Gerätschaften, die ihm etwas Angst machten, wenn das Licht der Blitze ihre bizarren Schatten an die Wände warf und der folgende Donner über die kleine Hütte hinwegrollte.
Aber wenigstens war es hier drin trocken. Kein Kater konnte Wasser leiden, und schon gar nicht, wenn es einfach so ungeniert vom Himmel fiel. Milo schüttelte sich und dann gleich noch mal, aber er blieb nass.
Resigniert platzierte er seinen Hintern neben einem Haufen Sägespäne und gähnte. Er hatte ein ganzes Stück rennen müssen, bis er endlich seinen Unterschlupf erreicht hatte. Jetzt war er müde und nass und er wollte einfach nur schlafen, bis das blöde Unwetter vorbei war.
Der rote Kater legte sich hin und schloss die Augen. Staub wirbelte auf und kitzelte ihn in der Nase.
Blödes Unwetter. Blöde Hütte. Blöder Staub.
Nach einer Weile ließ der Regen zum Glück nach und war nur mehr ein stetes Klopfen an das Wellblechdach. Beruhigend und einlullend.
Unser kleiner Kater hatte sich gemütlich zusammengerollt und döste schon vor sich hin. Das gleichmäßige Geräusch des Regens stimmte ihm dem kühlen Nass gegenüber versöhnlicher. Konnte etwas, das so einen hübschen Rhythmus klopfte so blöd sein?
Mit diesem Gedanken entschwebte Milo schon in die Welt der Träume und merkte gar nicht, wie der Wind draußen wieder stärker wurde und an dem Schuppen zerrte. Wie der Regen nun wieder erbarmungslos trommelte und die Dunkelheit draußen sich zu einer finsteren Bedrohung zusammenballte.
Sie schlich um das Häuschen und lugte durch die schmutzigen Fenster, um ihr Opfer zu betrachten. Sie trommelte mit den Regentropfen auf das Dach und kratzte mit dem Wind an dem Tor und heulte bei jedem Blitzschlag laut auf.
Die Bestie schöpfte noch einmal Kraft und raste nun auf den Schuppen zu, mit aller Macht prallte sie auf das Tor und ließ es unter ihrem Körper zersplittern.
Der kleine Kater schreckte hoch, Panik in den Augen, als das Ungeheuer in den Holzspänhaufen fuhr und Milo ganz damit überschüttete.
Mit einem kläglichen Maunzen verkroch sich Milo unter einer muffigen Plane und wartete, bis die Bestie und mit ihr das Unwetter abgezogen waren.
Übermüdet schleppte sich der rote Kater am Morgen aus dem Schuppen. In seinem immer noch feuchten Fell klebten hartnäckig die Späne. Er konnte lecken und kratzen was er wollte, sie gingen nicht ab.
Doch wenigstens hatte sich der blöde Regen verzogen und er konnte jetzt nach Hause gehen. Aber eigentlich war es ja auch schön, so durch eine frischdampfende Wiese zu tollen und ein paar Mäuschen zu jagen, die die Regenfrische von den Halmen und Blättern lecken wollten.
Es würde sich schon früh genug jemand finden, der ihm das ganze Holz aus dem Fell pickte.